Caritas

Urlaub ohne Koffer – Ferien vom Alltag für ältere Menschen

Unter dem Motto „Schiff Ahoi“ verbrachten 23 Seniorinnen und 3 Senioren in der Zeit vom 22. – 26. Juli bereits zum fünften Mal Urlaub, ohne Koffer packen zu müssen. Ort der Projektwoche „Urlaub ohne Koffer“ war wieder das Gemeindezentrum in St. Marien, Baukau.

Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer, im Alter von 68 bis 96 Jahren, machten tagsüber Urlaub und am Abend konnten sie wieder im eigenen Bett schlafen.

Die meisten der Seniorinnen und Senioren lebten allein und konnten oder wollten nicht mehr, so wie früher, verreisen.

Bei diesem Projekt kommen unterschiedliche Aspekte zum Tragen. Seniorinnen und Senioren wird Gemeinschaft geboten, Ehrenamtliche beteiligen sich an einem zeitlich begrenzten Projekt und Netzwerkarbeit wird erfahrbar, jeder kennt jemanden, der schnell helfen kann, entweder persönlich oder durch weitere Ideen, die zum Gelingen des Projektes beitragen.

Erst einmal angekommen, dauerte es nicht lange bis die Gäste miteinander in Kontakt kamen, einige begegneten sich seit Jahren zum ersten Mal wieder. Das Essen in geselliger Runde schmeckte besser als allein zu Hause und förderte durch angenehme Tischgespräche das Kennenlernen. Wenn ab 11:00 Uhr die Kochdüfte durch das Gemeindezentrum zogen, freuten sich schon alle auf das Mittagessen.

Gespräche, Singen, Spielen, Gedächtnistraining, Informationen, gemeinsame Mahlzeiten waren nur einige Beispiele aus dem abwechslungsreich gestalteten Angebot der Urlaubswoche. 12 Ehrenamtliche der Caritas-Konfe­renzen und der Kirchengemeinden begleiteten und betreuten die Gäste.

Sie gestalteten das Programm, erledigten das Organisatorische und kochten das Mittagessen selbst. Für ein Gespräch mit den Seniorinnen und Senioren zwischendurch war immer Zeit vorhanden. Weitere Ehrenamtliche aus einer Kirchengemeinde sorgten für selbstgebackenen Kuchen.

Der Tagesablauf startete mit dem Frühstück um 9:00 Uhr, es folgte eine Pro­grammeinheit. Um 12:00 Uhr gab es Mittagessen, danach luden 26 Liegen zum Ausruhen ein. Kaffee und Kuchen gegen 1430 Uhr waren der Einstieg in die Nachmittagsrunde. Gegen 16:30 Uhr hieß es Auf Wiedersehen. Auf Wunsch erhielten die Seniorinnen und Senioren Lunchpakete für ihre Abendmahlzeit Zuhause.

Highlights in diesem Jahr waren das „Bewegte Gedächtnistraining“ mit Birgit Räder, die Akkordeonrunde mit Günther Rephovs, die Geschichtsstunde zum Thema „Engel von Sodingen – Emilie Engel“ mit Gerd Schug sowie der Leierkastenmann Max mit seiner Drehorgel.

Ein Gottesdienst mit Vikar Schmidtke am letzten Tag rundete die Woche ab und ermöglichte einen Rückblick auf die Urlaubszeit. Nach der Messe bei einem Sektempfang wurde Herr Oberbürgermeister Dr. Dudda begrüßt. Für viele der Gäste eine aufregende Begegnung, trafen sie doch das erste Mal persönlich auf den Oberbürgermeister.

Das Gemeindezentrum St. Marien-Baukau an der Bismarckstraße wurde für diese Woche umfunktioniert. Ein Ess-, ein Ruhe- und ein Gemeinschaftsraum, in dem die vielfältigen Aktivitäten stattfinden, wurden hergerichtet. Zusätzlich können die Senioren draußen sitzen oder einen Spaziergang rund ums Gemeindezentrum machen.

Die Herner Malteser übernehmen den Transport der 26 Liegen, die vom Caritasverband Datteln und Haltern am See e.V. ausgeliehen werden.

Finanziert wird das Projekt durch Teilnehmerbeiträge.

 

Mechthild Greifenberg, Caritasverband Herne, 02323/92960-27