Vereine und Verbände

kfd: Besucherinnen der kfd-Fotoausstellung „Ich.Bin.Würdig“ beziehen Position und stellen sich die Frage, wie es nach dem „Synodalen Weg“ mit den Frauen in der katholischen Kirche weitergeht.  

Paderborn. Besucherinnen der Paderborner Fotoausstellung „Ich.Bin.Würdig.“ bezogen Position und stellten sich die Frage, wie es nach dem „Synodalen Weg“ mit den Frauen in der katholischen Kirche weitergeht. Eine Woche lang lud der Diözesanverband Paderborn der Katholischen Frauengemeinschaft Deutschlands(kfd) zu der Fotoaustellung und einem vielfältigen Rahmenprogramm in die Herz Jesu Kirche ein. Auf den Bildern sind 120 Frauen mit königlichen Figuren von Ralf Knoblauch zu sehen, die Position zur Kirche beziehen. An sieben Tagen tauschten sich Interessierte zur Vielfalt von Frauenleben aus. Höhepunkt am finalen Sonntag war der Impuls „gleich und berechtigt“ von Prof. Dr. Agnes Wuckelt, begleitet von dem musikalischen Duo Rita und Klaus Remmert. Die stellvertretende kfd-Bundesvorsitzende berichtete von ihren Erlebnissen beim „Synodalen Weg“ und beantwortete Fragen. Sie kam direkt aus Frankfurt, wo sie als eine von vier Synodalinnen der kfd bei der fünften und letzten Vollversammlung um Positionen gerungen hatte. Nach vier arbeitsreichen Jahren verglich sie den Weg bis zu den jetzt beschlossenen Kompromissen mit einem meditativen Pilgertanz. „Es ging vier Schritte vor und drei zurück, denn leider sind nicht alle die notwendigen Schritte zu Reformen mitgegangen“, so ihr nüchternes Fazit. „Die Bischöfe haben sich verpflichtet, in Rom vorstellig zu werden und wir heften uns an ihre Versen. In allen kfd-Diözesanverbänden erinnern wir sie an ihre Zusagen“, machte sie jedoch deutlich, dass es nun erst richtig losginge. Die Synodalin listete zahlreiche, positve Meldungen von Frauen aus der Weltkirche auf. Sie hätten dazu aufgefordert: „Macht weiter so in Deutschland. Das ist für uns sehr wichtig.“ Abschließend kündigte Agnes Wuckelt an, dass es kurz vor der nächsten Weltsynode einen interkontinentalen Frauenkongress geben werde.

Zur kfd-Fotoausstellung „Ich.Bin.Würdig.“ und einem vielfältigen Rahmenprogramm haben Präses Roland Schmitz (v.l.), die Geistliche Begleiterin Mechthild Wohter, die Vorsitzende Katharina Brechmann und Dorothee Brünger vom kfd-Diözesanleitungsteam an sieben Tagen zahlreiche Gäste begrüßt.Foto: kfd-Diözesanverband

Impusgeberin des Eröffnungstages war Anja Fecke, Seelsorgerin bei den Caritas-Werkstätten und Diözesanbeauftragte für und mit Menschen mit Behinderung. Für die musikalische Begleitung sorgte die Kirchenband St. Georg. Das Thema Würde griff Marie-Simone Scholz, Referentin für innovative Frauenpastoral im Erzbistum Paderborn, vor dem Hintergrund der Synodalversammlung auf. Am Weltfrauentag berührte Conny Schmiegel, Leiterin des Skf Frauenhauses Salzkotten, mit authentischen Geschichten von Betroffenen, die im Frauenhaus ihre Würde zurückbekommen haben. Das Gebet am Donnerstag begleitete die Musikerin Barbara Liedtke und am folgenden Tag erklang eine MusikundTextCollage des Duos „zweiterSTERNlinks“ mit Martina Suerland und Christian Jakob aus Etteln. Am Samstag lud Alexandra Boxberger vor der Ausstellungs-Kirche auf der Roten Bank der Citypastoral Dekanat Paderborn zum Verweilen ein. Die Geistliche Begleiterin Mechthild Wohter, Präses Roland Schmitz, die Vorsitzende Katharina Brechmann und Dorothee Brünger vom veranstaltenden kfd-Diözesanleitungsteam freuten sich zudem über Gruppen, die unabhänigig von den Impuls-Vorträgen Führungen durch die Ausstellung gebucht hatten.