Aktuelles

Themen des Zielbildes 2030+ auf der Wunschliste ganz vorn

Umfrage zum weltweiten synodalen Prozess im Erzbistum Paderborn ausgewertet – Konstruktive Empfehlungen der Glubigen

773 Menschen aus dem Erzbistum Paderborn sind der Einladung von Papst Franziskus gefolgt und haben sich an der von ihm initiierten Umfrage des weltweiten synodalen Prozesses beteiligt „Die Rckmeldungen der Glubigen machen uns deutlich, dass Themen, die bereits im Kontext des Zielbildes 2030+ unseres Erzbistums gehoben wurden, auch den Teilnehmenden der Befragung zum weltweiten synodalen Prozess wichtig waren. Es haben sich zudem Weitungen ergeben“, fasst Monsignore Dr. Michael Bredeck als Leiter des Bereichs Pastorale Dienste im Erzbischflichen Generalvikariat zusammen. Der weltweite synodale Prozess zur Bischofssynode bereichere auch den Weg des Erzbistums Paderborn durch die Frage nach dem Erleben von Synodalitt, bekrftigt Bredeck.

Erzbischof Becker unterzeichnet Abschlussbericht

Mit dem weltweiten synodalen Prozess soll die fr 2023 geplante Bischofssynode vorbereitet werden. In mehreren Stufen beraten Glubige und Bischfe, welche Themen fr die Kirche wichtig sind und wohin ihr Weg fhren soll. Seit Oktober 2021 waren auch die Menschen im Erzbistum Paderborn aufgefordert, sich bis Ende Februar 2022 mit Hilfe eines Fragebogens am Meinungsbild zu beteiligen. Ein Gremium hat die Antworten nun ausgewertet.  Die Ergebnisse aus dem Erzbistum Paderborn wurden am 5. Mai 2022 von Erzbischof Hans-Josef Becker unterschrieben und an die Deutsche Bischofskonferenz weitergeleitet. Diese bndelt die Beitrge und gibt sie an die Bischofssynode zur Synodalen Kirche 2021 – 2023 weiter.

Eine Arbeitsgruppe mit Andrea Jansen (Beauftragte fr den Weltweiten synodalen Prozess), Jonas Beine, Pastor Thomas Bensmann, Dr. Sven Boenneke, Michael Mendelin, Dr. Rosel Oehmen-Vieregge, Melina Sieker und Dr. Werner Sosna hat sich mit den Rckmeldungen intensiv befasst. Bei der Umfrage kamen 122 auswertbare Rckmeldungen zusammen. 44 davon kamen von Einzelpersonen, 78 von Gruppen. Insgesamt beteiligten sich 773 Personen, was im Durchschnitt 6,3 Teilnehmende pro Rckmeldung ergibt. 379 Teilnehmende waren weiblich, 263 mnnlich und 5 divers, die restlichen machten keine Angabe. Die Altersstruktur der Teilnehmenden gliedert sich wie folgt auf: 10-20 Jahre etwa 10 Prozent; 20-40 Jahre ≈14 Prozent; 40-50 Jahre ≈42 Prozent; 60-80 Jahre ≈14 Prozent; 80+ Jahre ≈3 Prozent; keine Angabe ≈17 Prozent. Davon waren etwa 59 Prozent Ehrenamtliche und 232 Hauptberufliche.

Handlungsempfehlungen statt Floskeln

„Es waren aufschlussreiche, konstruktive und auch bewegende O-Tne der Teilnehmenden“, ist Andrea Jansen von den Rckmeldungen beeindruckt. Sie htten nicht aus Floskeln bestanden, sondern wrden konstruktive Weiterarbeit frdern und Handlungsempfehlungen auch fr das Erzbistum ergeben. Beispielhaft eine Gruppe aus Paderborn ein, die geantwortet hatte: „Wir haben Menschen aus dem Gasthaus gefragt, wie sich die Kirche ihrer Meinung nach verndern sollte und was die Kirche fr Sie tun knnte. Damit haben wir versucht, die Menschen am Rand einzubinden, die sonst nicht zu Wort kommen.“

Die Befragten haben die Themen des Zielbilds 2030+ bestrkt und wnschten sich mehr Sozialraumorientierung und Millieuffnung sowie Synodalitt auf allen Ebenen der Ortskirche. Damit verbunden war auch die Forderung: mehr Zuhren und mehr Beteiligung. In den immer grer werdenden pastoralen Strukturen wurde nachdrcklich nach menschlicher Nhe und Austausch bzw. Gemeinschaft verlangt. Auerdem war der Wunsch nach unterschiedlich akzentuierten liturgischen Feiern mit vorn.

Monsignore Michael Bredeck sieht erfreuliche Erweiterung

„Die Zusammensetzung der Teilnehmenden stellt zum groen Teil eine Erweiterung der bislang am Bistumsprozess Beteiligten dar und ist auch aus dieser Perspektive ein wertvoller Beitrag“, erklrt Monsignore Michael Bredeck, der die Koordination und Umsetzung des weltweiten synodalen Prozesses im Erzbistum Paderborn beauftragt hat und gleichzeitig fr die Verknpfung des Prozesses mit dem Zielbild 2030+ steht.

Wenn alle Berichte aus den deutschen (Erz-)Dizesen die Deutsche Bischofskonferenz erreicht haben, wird daraus eine zehnseitige Zusammenfassung erstellt. Einsendeschluss an das Generalsekretariat der Bischofssynode in Rom ist der 15. August. Aus den weltweiten Textvorlagen wird ein Arbeitsinstrument „Instrumentum Laboris“ erstellt, das Grundlage fr Gesprche auf kontinentaler Ebene ist, die vom September 2022 bis Mrz 2023 stattfinden. Die Kontinentalversammlungen erarbeiten dann ein Schlussdokument, das im Oktober 2023 in die Diskussion auf weltkirchlicher Ebene (Rom) einflieen soll.

Der Bericht, der auch allen Teilnehmenden zugeschickt wurde, ist hier nachzulesen: www.erzbistum-paderborn.de/themen-angebote/weltweiter-synodaler-prozess/

Dr. Sven Boenneke, Andrea Jansen und Monsignore Dr. Michael Bredeck stellten die Auswertung der Rckmeldungen aus dem Erzbistum Paderborn zum weltweiten synodalen Prozess vor.Thomas Throenle / Erzbistum Paderborn